Høvringen, das Herz Fjell-Norwegens
Ursprünglich war Høvringen eine der größten Almsiedlungen Norwegens, mit regelmäßig über 30 Almen in Betrieb. Die ersten Touristen kamen um 1880 in die weitläufige Siedlung und markierten den Beginn des Fremdenverkehrs, der heute das Gebiet prägt.
Høvringen und Rondane sind in der norwegischen Kulturgeschichte bedeutsam. Auf seiner Reise durch das Gudbrandstal war P. Chr. Asbjørnsen im Jahr 1842 zu Gast in Høvringen.
Dieser Aufenthalt legte die Grundlage für seiner Neuerzählung der alten Sage von Peer Gynt, der im Rondane dem Bergkönig und den Trollen begegnete. Asbjørnsens Märchenerzählung "Rentierjagd im Rondane" wiederum diente 20 Jahre später Henrik Ibsen als Vorlage für sein berühmtes Drama "Peer Gynt".
Kristin Lavranstochter darf in Sigrid Undsets bekannter Romantrilogie im Teil "Der Kranz" mit ihrem Vater ins Gebirge. Høvringen wird hier in einer von Abenteuer und Aberglaube geprägten Stimmung beschrieben.
Åsmund Olavson Vinje gab dem Rondane eine zentrale Rolle in seinem Poesiewerk "Ferdaminne". Später vertonte Edvard Grieg sein Gedicht "Ved Rondane". Und die Maler Erik Werenskjold, Hans Gude und nicht zuletzt Harald Sohlberg fanden hier Motive für bekannte Gemälde. Das Bild "Winternacht in Rondane" wurde als Norwegens Nationalgemälde gekürt.


